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Doping the Void - blind, loud and ugly!

Doping the Void - Neues Album zu PAULE'S HUGE FAREWELL SHOW?!?
Doping The Void

DOPING THE VOID – hey, das klingt wie Chicago, Touch-and-Go Records, Didjits, Steve Albini und allem, was da so in den 80er Jahren passierte... Bei der Recherche stellt man erstaunt fest, dass die Band aus München kommt, seit erst zwei Jahren existiert und den Großteil ihrer Konzerte in den USA gespielt hat. Und ein Abschiedskonzert am 5. Juni hier in München?! Was ist da los?

Doping the Void - blind, loud and ugly!

dtv-gig-pic-3Jörg: Wir passen einfach nirgendwo richtig rein. Es gibt Leute, die finden uns einfach nur merkwürdig, andere finden es oberscheiße und wieder andere finden es cool. Gerade, wenn du irgendwo spielen möchtest, dann heißt es wieder: 'Das passt aber nirgendwo dazu...!'

 

Treetop: ... und: wir sind auf keinen Fall Crossover, no way!

 

Paul: Wir haben unseren Sound gefunden und wissen, wer wir sind. Wir klingen nicht mehr wie irgendwer oder irgendwas, wir klingen wie wir selbst. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir unsere Identität gefunden haben – wirklich saublöd, dass ich gerade jetzt wegziehe. Aber es ist einfach an der Zeit, dass ich nach Amerika zurückgehe. DOPING THE VOID machen jetzt noch eine Tournee in Amerika - na ja, wenn wir fett unter Vertrag genommen werden, dann bleiben wir zusammen und machen nichts anderes mehr. Aber sonst... Ich werde weiter für die gleiche Firma arbeiten und ab und zu in Deutschland sein, drei- oder viermal im Jahr, also theoretisch können wir auch zukünftig weiter zusammen spielen.

 

dtv-gig-pic-2Jörg: Das passiert echt im falschen Moment. Denn jetzt hat es gerade angefangen, richtig gut zu laufen, auch mit dem Chris am Schlagzeug. Naja, der ist eben ein Depp, der Paul. Aber der kommt spätestens dann zurück, wenn er merkt, dass es in USA keine Krustenbratensemmeln gibt... Ohne den Paul wird es DOPING THE VOID nicht geben, das geht nicht.

 

Treetop: Nee, man kann Paul nicht austauschen, die Band funktioniert auch nur in dieser Kombination. Wir haben alle keinen Bock, die zu töten. Nachdem wir alle im selben Laden arbeiten, ist es schon vielleicht möglich, dass da was weitergeht. Wir wollen versuchen, zumindest jedes Mal zusammen zu spielen, sobald der Paul da ist, oder was aufzunehmen oder nur zu proben... Ich hätte auch überhaupt kein Interesse, bei einer anderen Band in der Stilrichtung von DOPING THE VOID einzusteigen. Denn ich bin sicher, da kommen irgendwann wieder diese ganzen blöden Grenzen, die es einfach bei uns nicht gibt. Wir machen nur das, was Spaß macht!

 

Paul: Das Beste ist, dass wir uns wirklich so gut verstehen. Wir wollen alle dasselbe: wir wollen proben und auftreten. Und es ist wirklich sehr schwer, als Band genau an diesen Punkt zu gelangen. Es besteht immer die Gefahr, entweder alles zu ernst zu nehmen oder es zu leichtfertig anzugehen. Wir sind genau am richtigen Punkt, und es macht noch richtig Spaß. Denn wenn wir keinen Spaß mehr an der Sache hätten, würden wir es auch bleiben lassen, dann wäre es für alle nur noch nervig.

 

Jörg: Paul und ich haben vor zwei Jahren mit DOPING THE VOID angefangen. Wir hatten davor schon in einer Band zusammengespielt, PISTONPARIS hieß die. Da hatte irgendwann keiner mehr Bock, wir waren damals zu fünft und die anderen waren nie so richtig motiviert. Wir wollten dann was anderes machen – ein bisschen lauter – und wir wollten auch nur noch zu dritt spielen, weil wir gemerkt hatten, dass es zu fünft nicht hinhaut. Einer hat da irgendwie immer keine Zeit... Also haben wir zu dritt angefangen, mit dem Tobi am Schlagzeug, der davor bei 1328 war. Der wurde dann Vater und hatte dadurch einfach zu wenig Zeit. Da hatten wir dann Verständnis, klar, kein Thema. Also haben wir den Chris gefragt, den wir schon lange kannten. Wir arbeiten alle in der gleichen Firma und doch war es eigentlich zufällig. Auch den Treetop, den kannten wir übers Arbeiten, aber da hat keiner mit dem anderes wirklich was zu tun. Wir haben Treetop für einen Auftritt in der Feinspeiserei einfach gefragt, ob er nicht aus Versehen mal bei einem Song mitspielen mag. Er kam dann vorbei zur Bandprobe...

 

dtv-trioTreetop: Ja, ich kam zweimal vorbei – und aus dem einen geplanten wurden dann vier Songs. Dann gab es noch mal zwei Proben – dann waren es schon acht Songs. Und nachdem ich mir bei der zweiten Probe auch ne Brille aufgesetzt hatte und ne grüne Krawatte trug, war eigentlich alles klar.

 

Jörg: Als der Tobi noch dabei war, hatten wir alle drei Brillen – und wir sahen damit ziemlich gleich aus. Es gab Leute, die tatsächlich fragten, ob wir Brüder sind. Das ist dann hängengeblieben. Beim Artwork, also beim Logo, ist ja auch die Brille dabei. Das macht immer noch alles der Tobi, der ist ja auch irgendwie noch dabei bei der Band, der gehört dazu. Er macht auch das ganze Design für die neue Scheibe. Er hat einfach keine Zeit mehr zu spielen, aber wenn er für die Band was machen kann, dann macht er das.

 

Doping the Void - Hardcore-Schweinerock-Hip-Hop-Death-Soul-Metal-Glam-Funk-Jazz ... or just stupid PUNK?

Paul (Gitarre, Vocs) * Jörg (Bass) * Chris (Drums) * Treetop (Trumpet)

 

paulPaul: Ich glaube, seit Treetop mit dabei ist, sind wir leichter verdaulich fürs Publikum. Wir können immer noch die harten Sachen durchziehen – zum Beispiel singe ich ja überhaupt keine Melodielinien, es ist die Trompete, die die Melodie irgendwo einbringt. Also klingt es jetzt schöner als ohne Trompete. Das war auch so, als Chris als Drummer mit eingestiegen ist, die Leute meinten, es klingt jetzt besser. Tobi ist eben ein Hardcore-Drummer... Und Chris spielt vielleicht manchmal nicht schnell genug... Aber als er begann, mit uns zu spielen, hat es den Leuten besser gefallen. Mit Trompete und dem langsameren Schlagzeug ist es hörerfreundlicher irgendwie. Obwohl Jörg und ich immer noch gleich spielen.

 

Jörg: Die Leute fanden das dann cool. Also haben wir Treetop gefragt, ob er Bock hätte, fest mitzumachen. Am Anfang war das schon abgefahren. Als wir so unseren Kumpels erzählten, dass wir das mal mit Trompete versuchen, da waren die ziemlich entsetzt. Weil die auch wissen, dass der Paul und ich diese Ska-Schiene überhaupt nicht abkönnen – und dann kam der Typ mit der Trompete plötzlich daher...

 

Treetop: Also ich mag die Ska-Schiene ja auch nicht. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich für ne Ska-Band spiele, dann würde ich das nicht machen. Ska finde ich wie Polka, das passt nicht zu meinem Feel. Als Trompeter ist man natürlich etwas fixiert auf bestimmte Musik. Ich komme aus dem Soul-Bereich und aus dem Funk-Bereich. Da muss man aber auch unterscheiden – beim Soul gibt es ja auch diese 60er Jahre Motown joergGeschichten, das hat überhaupt keinen Bumms. Es ist nett, es ist lieb, es tut keinen weh – aber es hat keine Tiefe, es hat keine Eier, es klingt nicht nach Sex-Machen. Mir geht es immer um Sex-Machen, jaja, aber in der Musik geht es mir darum, dass es sich so anhört und anfühlt wie Sex-Machen. Mir geht es um die Authentizität und die Energie in der Musik. Das, was ich mir vorstelle, das gibt es eigentlich nicht in der Musik... Ich bewege mich in einer Soul-Richtung die geht so in die Ecke Raw Soul, eigentlich die Independent Soul Sachen aus den End-60ern bis Mitte-70ern, bis Disco kam. Die Ideen, die ich so habe, die gehen auch in diese Richtung. Die sind natürlich viel langsamer, die liegen zwischen 60 und vielleicht 120 Beats per Minute – so sind die Kompositionen, die ich mir selber einfallen lasse für meine andere Band, die HIFIvers. Wenn Paul und Jörg mit irgendeinem Riff ankommen, dann ist das alles natürlich schneller, das hat ein anderes Feel und bringt mich auf Treetopandere Ideen. Ich habe immer schon viel gehört, auch harte Sachen, was weiß ich, Dead Kennedys und so, zeitgleich aber auch den Jazz aus der Zeit Mitte bis Ende der 60er Jahre, so aus der Black Power Zeit, die sogenannten Angry Young Men.
Die haben ihr Saxophon genommen und einfach reingehauen, voll rein mit voller Energie. Das gefällt mir, das darf man aber natürlich bei Soul nicht machen, na ja und bei Jazz eigentlich so auch nicht... Aber bei DOPING THE VOID, bei der Musik, da darf ich das. Wenn ich Bock hab, zwei Saxophone gleichzeitig zu spielen oder drei, wenn ich einfach Bock hab, da jetzt mal die Trompete zu nehmen und reinzupusten – dann darf ich das.

 

Jörg: Es ist merkwürdig, weil wir privat total verschiedene Musik hören. Ich habe immer diese ganze Schweinerock-Schiene eigentlich gehört, mit der Tendenz zu Glam ab und zu.

 

chrisChris: Naja, und ich komme ursprünglich aus dem Hip-Hop Bereich. Ich möchte aber Musik machen, die irgendwie frisch klingt, irgendwas, was noch nicht gehört wurde. Von daher bin ich echt einigermaßen offen. Ich spiele noch bei einer anderen Band, PYRO PONY, aber das ist was anderes. Wir haben auch was aufgenommen, aber irgendwie geht da nichts richtig vorwärts.

 

Paul: Also ich steh total auf Metal, Death-Metal und das ganze skandinavische Zeug. Ich höre Metal wirklich sehr gerne, die Solo-Parts, den Gesang... – aber ich möchte das selbst wirklich nicht spielen. Da ist kein Spaß dahinter! Ich gehe auch nicht gerne auf Metal-Konzerte, das ist mir alles zu ernst. Mit dem Jörg bin ich auf ne Menge anderer Konzerte gegangen, Schweinerock und so. Wir wollten selbst immer schnelle und irgendwo auch harte Musik machen, die aber eben KEIN Metal ist. Nicht so schnell und nicht so hart – denn das macht dann auch weniger Spaß. Wenn du technisch so hochwertig spielen musst, kannst du nicht mehr auf der Bühne rumhüpfen und Blödsinn machen. Jörg und ich haben nun lange Zeit zusammen Musik gemacht und eigentlich ging es immer nur darum, Spaß zu haben und Blödsinn zu machen. Das ist auch passiert als wir letztens mit Bloodlights spielen, Captain Poon sagte, wir seien einfach Kindsköpfe und Deppen – yeah, das ist super.



Doping The Void FlagDOPING THE VOID - US TOUR AUGUST 2010:
13.08.10: Reggie’s Rock Club @ CHICAGO, IL (USA) 
14.08.10: Howlers Coyote Cafe, @ PITTSBURGH, PA (USA)   
16.08.10: Sidebar, w/ Rebel inc. @ BALTIMORE, MD (USA)
19.08.10: Old Glory! @ CANTON, OH (USA)


 

Doping the Void - this is Pittsburgh not Pasing!


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Jörg: Wir spielen öfters in USA als in Deutschland oder vor allem in München, weil es für unserstens ein geiler Urlaub ist dort – nach Malle fahr ich dann mit 65... Zweitens ist es einfacher, an Gigs zu kommen.

 

Paul: Es ist wirklich nicht schwer! Zum Beispiel suchst du dir eine Stadt aus, schickst sagen wir mal 50 eMails und bekommst drei Angebote zurück. Dann setzt du dich hin und überlegst dir, welches Angebot der drei am ehesten passt von den Konditionen und vom Tourplan. Es ist viel leichter, in USA Gigs zu bekommen, weil es einfach mehr Live-Clubs gibt. Jetzt ist es schwieriger als vor einem Jahr, wegen der Wirtschaftskrise. Viele Clubs mussten schließen oder veranstalten nur noch am Wochenende Live-Konzerte – das merkt man natürlich schon. Oft ist es auch so, dass gerade die winzigen Clubs, wo du dir denkst, da wird es bestimmt Scheiße, der totale Hammer sind. Letztes Mal hatten wir ein Konzert in Pittsburgh, da hatten wir schon Probleme mit dem Promoter und irgendwie hat sich es nicht richtig angefühlt für mich. Außerdem sollte vor uns eine lokale Comedy-Show laufen, das konnte sich keiner vorstellen, dass das gut geht, vor allem an einem Montagabend. Jörg hat bis zum letzten Moment im Wagen gepennt, ich hab echt gedacht, das wird einfach ein Scheißabend. Und dann war das wahrscheinlich der beste Gig von der ganzen Tour, die Leute waren super, die andere Band war cool. Das ist ein bisschen das Problem in Deutschland und auch in Europa – hier haben die Leute anscheinend nicht so viel Spaß an der ganzen Sache. Ich weiß nicht, woran das liegt. Uns ist es auch total egal, ob wir jetzt als erste oder als letzte Band spielen, das ist uns nicht wichtig! Wenn wir als erste Band dran sind, müssen die anderen alle nach uns spielen, das ist dann für die blöd... Ja, so sehen wir das eben – hier sehen das die Bands alles enger, keiner will als erster spielen, immer gibt es Diskussionen deswegen. In den USA gibt es dieses Theater weniger, da stört es keinen, wenn er als erster spielt. Alle nehmen das dort nicht so ernst.

 

Jörg: Hier ist jeder fast beleidigt, wenn er als erster drankommt. Dann spielen wir halt... Letztendlich ist das doch egal! Wir sind auch mit dem Soundcheck immer unkompliziert, da brauchen wir nur fünf Minuten, andere brauchen eineinhalb Stunden. Es gibt auch Bands, die überschätzen sich selbst total – wir wissen wenigstens immer, dass wir eigentlich beschissen sind... In den USA gibt es wirklich Millionen von Bands – aber wir haben mit vielen gespielt, die einfach einen an der Waffel haben, genau wie wir. In New York letztes Mal, das war in Manhattan in so einer Hawaii-Tiki-Bar, das war total super. Das Konzert war irgendwie in einem winzigen Hinterraum, wir spielten als erstes und danach kamen zwei New Yorker Bands. Die einen, die waren nett und alles, die haben auch bei unserem Auftritt schon gut gefeiert, aber die sahen irgendwie aus, als ob sie bei der Sparkasse arbeiten: die standen alle da mit V-Ausschnitt Pullis und so, echt übel. Als wir abgebaut hatten und unser Zeug weggebracht, da kamen wir zurück und da standen dieselben Leute auf der Bühne, mit High Heels, Strapsen, echt geil.

 

Paul: Natürlich kostet uns so eine Tour mehr Geld, als wir mit Gigs wieder rein bekommen. Aber wenn du das als Urlaub betrachtest, dann gibst du dein Geld eben für einen wirklich guten Urlaub aus. Ab dem Moment, wo wir drüben angekommen sind und los fahren, finanziert sich eigentlich alles von selbst. Du kriegst Geld für die Gigs, du kriegst Bier, du kriegst was zum Essen und einen Schlafplatz. Sobald du auf Tour bist, machst du kein Minus mehr. Du musst für den Flug zahlen, einen Tourbus mieten und die Ausrüstung leihen. Und nächstes Mal fällt das mit der Ausrüstung auch weg, weil ich, wenn ich drüben lebe, sowieso alles an Equipment selbst haben werde, weil ich’s brauche. Also wenn man genug Kohle hat für den Flug und das Leihauto, dann ist eine US-Tour kein Problem. Und ich frage mich immer, warum nicht mehr Bands das machen... Das allergrößte Problem bei einer Tour ist immer die Frage: ‚Wer zum Teufel fährt den Bus?’ Weil der nicht trinken kann...

 

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Gigs in München? Gerne, aber wie?

dtv-feinspeisereiJörg: In München ist es oberschwierig einen Gig zu bekommen. Es gibt hier viel zu wenig Läden für die Größe der Stadt und die Anzahl der Bands. Und die Läden, die es gibt, die tun verdammt wenig für die lokalen Bands. Das ist echt schade, zum Beispiel das 59:1 ist ein cooler Laden und liegt auch mitten in der Stadt. Aber da spielen nur Schweden, Engländer oder Amerikaner und die bringen ihren Support mit... Die Vorbands passen irgendwie oft nicht mal richtig dazu – und die lokalen Bands reißen sich den Arsch auf, damit sie mal in de Stadt spielen dürfen. Schade und komisch.

 

Treetop: Für mich war das ein echter Schock, wie das inzwischen hier mit Konzerten ist. Die Band, bei der ich in den 90ern gespielt habe, das war auch richtig Underground und auch keine Coverband, sondern richtig mit eigenen Songs. Wir haben Shows gespielt und wir haben da Geld verdient damit. Wir haben wirklich nie draufgezahlt, das war absolut undenkbar, egal, wo wir gespielt haben, ob in Hamburg, Berlin, Schweiz oder Österreich. Heute ist es so, dass oft die Band der Veranstalter ist, das ist doch nix. Die Band hat nur den Eintritt und der Laden macht auch noch die ganze Bar. So was war früher undenkbar und ich find das richtig scheiße, richtig übel! So Läden wir die Corsobar, wo wir in Konstanz spielen, da gibt es vielleicht wenig Geld, die verlangen auch keinen Eintritt und es ist cool. Oder kleine Vereine, das ist so, wie ich es mir vorstelle: du kommst hin, wirst wie ein Musiker behandelt, die Leute sind locker, du kriegst deine Getränke, es ist ein bisschen was zum Essen da... Das ist alles cool und du fährst kein Risiko als Band. Das Risiko, hier in München eine Show zu machen, das ist größer als in den Staaten. Hier musst du Geld in die Hand nehmen und den Laden selbst buchen – da kriegst du meistens nicht mal was raus, sondern legst noch was drauf, weil du ja den Club bezahlen musst.

 


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Jörg:
Wir haben trotzdem in München unsere eigenen Shows organisiert. Was willst du machen, wenn es keine Läden gibt? Besser selbst organisieren als überhaupt nicht spielen. Besser selbst spielen als daheim sitzen und ‚Wetten dass...!’ schauen.

 

Treetop: Das funktioniert dann wenigstens mit den anderen Bands, die freuen sich, dass wir das in die Hand nehmen und sie fragen, ob sie mit uns spielen wollen. Die haben alle das gleiche Problem.

 

Chris: Wir sind zum Glück nicht davon abhängig, vom Musikmachen leben zu müssen, denn das wäre echt hart!

 

Jörg: Wirklich schade ist es um die FEINSPEISEREI – das war ein cooler Laden. Da waren wirklich coole Leute, da hatten wir immer Spaß. Es gibt hier aber auch zu wenig Leute, die abends weggehen, um sich irgendeine kleine Live-Band anzusehen, egal welche Musik. Die für nen Eintritt von 5 Euro mal was sehen wollen, was sie vielleicht noch nicht kennen. Die zahlen lieber 10 oder 15 Euro für nen bekannten DJ...

 

Treetop: ... oder sie zahlen 8 Euro für ein Sneak-Preview von irgendeinem blöden Hollywood-Blockbuster, statt in einen Laden wie die FEINSPEISEREI zu gehen.

Show 'em the Ropes, Jakob! Aufnahme der Farewell CD: 'Night Clubbed'

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16.5. Doping the Void mit Jakob
Failure Records
doping the void-nightclubbed
Cover der neuen CD 'Night Clubbed'
VÖ 05.06.2010

Jörg: Wir nehmen auf die Schnelle noch mal sechs Songs auf jetzt, die Zeit rennt uns davon. Wir wollten unbedingt noch was machen, bevor der Paul weggeht... Wenn alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, wird alles fertig bis zum Abschiedskonzert. Wir machen die Songs alle zusammen. Irgendeiner kommt ab und zu mit einem Teil an, oder wir machen einfach irgendeinen Scheiß im Proberaum...

 

Chris: Naja, zu mir sagen sie immer nur: spiel schnell und spiel gradraus!

 

Paul: Und der Text? Die Leute fragen immer: ‚Worum geht es in dem Song?’ Hey, der Song ist über Zombies. In jedem Song geht es um Zombies – das ist doch scheißegal. Wir machen keine politischen Texte. Der einzige Song, der vielleicht ein bisschen politisch sein könnte, ist ‚Solarplexus’. Da sind ein paar Statements dabei aus dem American Football – die kann man vielleicht in gewisser Weise als politisch werten. Wir tüfteln nicht so lang an den Texten herum, die sind uns ziemlich egal. Wenn uns irgendeine Textzeile gefällt und der Song passt, dann kann es schon sein, dass wir die gleiche Strophe zweimal singen. Wirklich, das ist doch ziemlich egal. Keiner wird je was für Greenpeace spenden, weil sie einen Song von DOPING THE VOID gehört haben. Darum geht es doch nicht, es geht darum Spaß zu haben.

 

Jörg: Teilweise wissen wir ja selbst nicht, worum es eigentlich geht...

 

 

Paul: Ich spiele noch in einer anderen Band, BURN 28, und die Jungs dort betreiben das alles mit etwas mehr Ernsthaftigkeit. Da wird dann überlegt, welche Verstärker wir für die Aufnahme nehmen sollen. Hey, ich hab überhaupt keinen eigenen Verstärker mitgebracht, ich nehme einfach das Equipment, was da ist. Ich weiß nicht – okay, wir machen jetzt ein Album mit DOPING THE VOID. Super. Wir lassen vielleicht 200 Exemplare pressen und den Großteil davon werden wir verschenken. Letztendlich ist es doch wirklich egal. Nichts ist wirklich wichtig. Es geht doch darum, ein Zeitdokument, einen Beweis dafür zu haben, dass wir was zusammen gemacht haben und dass wir Spaß dabei hatten. Ich mache das für mich, für uns – und nicht wirklich für irgendjemand anderen. Ich glaube, wir sind uns da einig. Das ist der Grund, warum es so gut funktioniert bei uns. Wir erwarten nicht, dass EMI uns morgen einen Vertrag anbietet und uns um die Welt schickt. Wenn man aus diesem Grund Musik macht, hat man nicht kapiert, worum es geht.

 

It's loud...it's ugly...it's over!

dtv-igfeuerwachePaul: Wir spielen unser Abschiedskonzert am 5. Juni in der IG FEUERWACHE mit Show 'em the Ropes, der Band, in der auch Jakob mitspielt. Wir kennen Jakob, weil er unser letztes Album aufgenommen hat und wir nehmen auch nächstes Wochenende wieder mit ihm auf... Ja, und ich hab Jakob dann angerufen und einfach gefragt, ob er mit Show em the Ropes den Gig mitspielen möchte. Ehrlich gesagt hab ich weder SHOW 'EM THE ROPES noch DESTINATION: FAILURE! jemals gesehen. Aber Jakob ist ein super Typ und ich freu mich, dass das hinhaut. Wir werden auch ein altes PISTONPARIS Set spielen, zusammen mit einigen von den Jungs der damaligen Band, die teilweise jahrelang nicht mehr gespielt haben. Ich werde bei einem Song auch Drums spielen...

 

Jörg: Ja, und da gibt es Leute, die wirklich, wirklich Angst vor dem Auftritt haben...

 

Paul: Wenn alles hinhaut wird Treetop für den Auftritt auch Stripper organisiert haben – zumindest erzähle ich das allen, dass welche da sein werden, ich verrate aber natürlich nicht, ob die männlich oder weiblich sind...

 


Links und mehr Info:

Black-Buy_Album_100px_horzwww.myspace.com/dopingthevoid


www.myspace.com/pistonparis

www.myspace.com/treetopvoss

www.myspace.com/pyropony

www.myspace.com/burn28music

 

 

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